François Maher Presley kam in Kuwait/ pers. Golf zur Welt und lebte bis zu seinem sechsten Lebensjahr in Damaskus/ Syrien. Nach Schule, Ausbildung und langjähriger beruflicher Tätigkeit in Deutschland verbrachte er fünf Jahre in Marrakesch/ Marokko. Zudem führten ihn zahllose Reisen in über 80 Länder der Erde, darunter vielfach in große Teile der arabischen und islamischen Welt.
Aufgrund seiner Erfahrungen und seiner persönlichen Betroffenheit als gebürtiger Araber, Migrant und Reisender zwischen den Kulturen und Religionen erscheinen die Aussagen, die er zu dem Themengebiet Islam/ Islamismus und Deutschland, der arabischen Kultur und der Wirklichkeit in den islamisch geprägten Ländern macht, authentisch. Viele Quellenbelege zeigen auf, dass er mit seiner manchmal unnachgiebigen Haltung nicht allein steht, gerade nicht bei jenen Intellektuellen, Künstlern und politischen Flüchtlingen, die eine gleiche oder ähnliche Vita wie er haben und zu großen Teilen als Teil der deutschen Gesellschaft gesehen werden können.
Der Leser erfährt viel über die Gründe, die zu den befremdenden Untersuchungsergebnissen führen, zu der Zerrissenheit arabischer Jungen und Männer, zu den herrschenden Gewaltexzessen in den Familien und gegenüber der Außenwelt, den außerhalb des eigenen Clans stehenden Menschen, dem fremden Leben und eben damit den Feinden. Er zeigt den Zusammenhang zwischen dem Habitus der Muslime und den Unruhen weltweit zur Unabänderlichkeit des Koran auf und lässt damit in der sehr unübersichtlichen Diskussion ein kompaktes Bild entstehen.
Diese Kombination aus persönlichen Erfahrungen, aus inhaltlichen Erläuterungen, die auch für Nicht-Fachleute leicht verständlich ist, Hintergrundwissen, Zitate und Statistiken schließen die Lücken zwischen den vielen einzeln stehenden Informationen in den Medien und stellen Zusammenhänge her.
Der Autor versteht sein Buch als ein Dankeschön an seine neue Heimat Deutschland. Und dennoch sind seine Ausführungen auch als Mahnung zu verstehen, die freiheitliche Demokratie, soziale Errungenschaften, Bildung, die aus Kunst und Kultur erwächst sowie die errungene Menschenwürde nicht weiterhin aufs Spiel zu setzen.
Liest man seine Aufzeichnungen, wird einem bei den aktuellen Ereignissen klar, dass es nicht mehr fünf vor Zwölf ist, es ist schon danach. Bisher sind alle seine Vorhersagen eingetroffen. Der Blick in die Zukunft jedoch zeigt auch, dass es noch sehr viel schlimmer kommen wird.
|
Zustände in der Arabischen Welt. Reiseberichte, Tatsachenberichte sowie historische Hintergründe und Beschreibungen der Gegenwart.
Dienstag, 15. August 2017
Islam und Deutschland: Fakten, Fakten, Fakten
Samstag, 25. Juli 2015
Mystisches Marrakesch - Leben in einer anderen Zeit
Texte und Fotos: François Maher Presley
Herausgeber: David Eschrich
Nach diversen Besuchen wurde Marrakesch als Wohnsitz zum Traum des Autoren, den er sich mit dem Kauf eines traditionellen Hauses und einem dortigen Neuanfang in 2005 verwirklichte. In 50 Novellen beschreibt er seinen Alltag, seine Erlebnisse, insbesondere aber auch Begebenheiten, die das dortige Leben bestimmen. Menschen, ihre Charaktere, Sitten und Gebräuche, Hoffnungen, Enttäuschungen, gekaufte Liebe und erhoffte wahrhaftige Liebe, Aussichts- und Hoffnungslosigkeit, Betrug, Lügen und traumhafte Sinnlichkeit sind Gegenstand seiner authentischen Erzählungen, die jeden berühren, packend sind, manchmal schockierend, in ihrer Beschreibung auch erschüttern. Der Autor schafft mit seinen Worten jene Bilder, die Besucher der Stadt nicht vergessen, oft nicht in eigene Worte fassen können, Wahrheiten, die unter der Decke der Tourismus-Industrie die marokkanische Wirklichkeit verbergen.
1. Auflage Juni 2013, Paperback, 240 Seiten, 115 x 180 mm, Preis 9,80 Euro
Im Buchhandel oder über Amazon zu erhalten.
http://www.amazon.de/Mystisches-Marrakesch-Leben-einer-anderen/dp/3930727315/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1437842958&sr=1-1
http://www.amazon.de/Mystisches-Marrakesch-Leben-einer-anderen/dp/3930727315/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1437842958&sr=1-1
Neben seinen ungezählten redaktionellen Beiträgen wurden literarische Texte von François Maher Presley in mehr als 50 Büchern, darunter in „Denkspiele“, „Mallorca - Wirklichkeit oder Traum“, „Ein Augenblick birgt 1.000 Erleben - Klostertagebuch“, „Tomas - Aus dem Leben eines Callboys“, „Akwaaba - Willkommen in Ghana“, „Liebesgedichte“, „Telefonat mit Baronin“, „Werktagebuch: Frühe Dichtung und Prosa“ oder vier Bände „Andere Länder und Kulturen“ veröffentlicht.
Marrakesch - Leben in einem Riad
Fotos und Text: François Maher Presley
Herausgeber: Rena Dettmann, Stephan Puteick
1. Auflage Februar 2013, Hardcover, 164 Seiten, 21,5 x 115 cm, ca. 90 Bilder, Preis 10,75 Euro
Im Buchhandel oder über Amazon zu erhalten.
http://www.amazon.de/Marrakesch-Leben-François-Maher-Presley/dp/3930727293/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1437842685&sr=1-2
http://www.amazon.de/Marrakesch-Leben-François-Maher-Presley/dp/3930727293/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1437842685&sr=1-2
Aus dem Inhalt
Das Zirpen der Grillen, die sich in den zahlreichen Pflanzkübeln auf der Terrasse eingenistet haben, löst mit der Dämmerung das Zwitschern der Vögel ab. Der Mond steht noch vor Sonnenuntergang am Himmel und bereitet die Nacht für den Tanz der Sterne vor, die zahlreich und klar zu sehen manche Bilder malen, nicht allein von traumhaften Welten, sondern auch Bilder aus vergangenen Tagen, aus dem fernen Europa, meiner eigentlichen Heimat, Erinnerungen, die mit dem Sonnenuntergang in Orange und Rot eintauchen und nach und nach verblassen, mich in den Schlaf begleitend, in einen ruhigen tiefen Schlaf in meinem Haus in Afrika.
Rezension
Hier lebt der Autor seine fotografische Kunst aus. Man merkt, wie er Haus, Stadt und Land in seiner Kamera aufsaugt und Sie dem Leser zu Füßen legt. Man erhält einen fast einmaligen Einblick in die Lebenswelt des "gehobenen" Lebensstils in einem Land der Gegensätze. Betrachtens- und lesenswert. Verführt zum Reisen. E. Braun-Egidius
Elias Canetti hat 1954 Marrakesch erstmals besucht. Eine fremde, für Europäer unwirkliche Stadt. Mit seinem Buch "Stimmen in Marrakesch" schuf er einen Meilenstein der Reisebeschreibung über die Stadt Marrakesch in Marokko. Sein Buch erschien 1968. Es thematisiert die fremde Kultur dieser orientalischen Stadt. Die feilschenden Händler, die Gerüche der Esswaren, die Anblicke der Waren in den Gassen der Altstadt, in denen Handel, Suk genannt, getrieben wird. Diese Beschreibung der Eindrücke sind kein Reisebuch im klassichen Sinn mit Zahlen, Daten und Fakten, sondern Canetti begeisterte mit den Beschreibungen von Miniaturen von atmosphärischen Erscheinungen einer orientalischen Großstadt. Das machte wohl den Erfolg dieses Buches aus.
Was hat das nun mit dem aktuellen Buch des Autors Francois Maher Presley zu tun? Eine ganze Menge! Sein Buch knüpft an die pointierte Beschreibung des Lebens in Marrakesch an. Wundervoll wird die Atmosphäre in der Stadt beschrieben. Das Licht, die Wärme, das Stimmen-Wirrwarr. Eben die Atmosphäre einer arabischen Großstadt in jahrhunderte alten Mauern. Ganz besonders gelingt dem Autor den Unterschied herauszustellen zwischen dem quirligen Leben in den Gassen und der Ruhe im Riad, dem Privathaus. Hier ist man nur mit sich und seinen Gedanken. Diese Beschreibungen sind sehr eindringlich und geben dem Leser ein tiefgreifendes Gefühl, wie es sich in dieser Stadt leben muss. Bereichert und das ist der große Unterschied zu Canetti sind die zahlreichen, wunderbar gelungen Fotos, die beeindruckend die Texte in ihrer Intensität unterstützen. D. Eschrich
Mittwoch, 20. Juni 2012
Die vielen Opfer des Islam
Hassan ist 23 Jahre jung. Er ist Moslem. Seine Eltern lebten als
Gastarbeiter in Norwegen. Sie erhielten nach Jahren die norwegische
Staatsbürgerschaft, ebenso wie Hassan, der in Oslo zur Welt kam.
Hassan und seine Eltern sind vor sechs Jahren nach Amman
zurückgekehrt. Die fühlten sich in der Fremde nicht wohl, eine andere Kultur,
eine andere Zeit, andere Werte, Sitten und Gebräuche. Dem Sohn gefiel das neue
Leben.
Hassan musste seinen Eltern natürlich folgen. Er, der älteste Sohn
der Familie, Moslem, mit traditionellen Verpflichtungen seinen Angehörigen
gegenüber, studiert heute in Amman Elektroingenieur, einen Beruf, den er sich
nicht ausgesucht hat, den er nicht mag, nicht ausüben will. Die Familie hat
entschieden.
Hassan hat einen norwegischen Pass, eine norwegische Erziehung,
spricht ein hervorragendes Englisch und auch Norwegisch. Zudem ist Hassan
Homosexuell. Doch nun lebt er in einer Welt, die all diese Vorzüge der
westlichen Gegenwart nicht versteht, nicht schätzt, eigentlich ablehnt, als
Gefahr sieht, ihn als Homosexuellen verachtet, ja nach den Regeln des Korans
sogar töten würde, wie es in vielen arabisch-islamischen Ländern täglich
geschieht.
Obwohl er 23 Jahre ist, darf er das Haus nicht unkontrolliert
verlassen, außer natürlich zur Universität, bekommt kein Taschengeld, muss
spätestens um 21 Uhr zu Hause sein und wird durch fortlaufende Anrufe auf
seinem Handy und denen seiner Freunde durch die Familie kontrolliert.
Als er sich entschloss, das elterliche Haus zu verlassen, wurde
er geschlagen und für eine Woche eingesperrt. Nicht zum ersten Mal. Er bekam
natürlich zu Essen und zu Trinken, doch konnte er außer ins Bad das Zimmer
nicht mehr verlassen. Anschließend hat es ein Gespräch gegeben. Die Eltern
hielten dem Sohn vor, dass er nicht sittsam lebe, dass er gegen die Traditionen
verstößt, die sagen nämlich, dass sein Leben im Eigentum der Familie,
eigentlich des Vaters, steht und, das sei das schlimmste, er mit seinem
Lebenswandel, aber besonders mit seinen Einstellungen und seiner
Nichtgläubigkeit gegen die Regeln des Koran verstoße. Der Vater machte ihm in
klaren Worten deutlich, dass der Junge sich ändern müsse, damit man nicht zu
dem äußersten Mittel greifen müsse. Dieses Mittel wäre der Ehrentod, den die
Familie organisieren würde. Das kennen wir aus der Türkei und Deutschland, nur
in Deutschland trifft es mehrheitlich junge Frauen.
Hassan lief weg. Er ging zur norwegischen Botschaft in Amman.
Diese wollte nicht helfen. Die dortige arabische Angestellte teilte ihm mit,
dass er sich an die Sitten und Gebräuche halten möge, über sein Denken und
Handeln lügen und bei der Familie bleiben solle. Im Islam würde er dann schon
seine Befriedigung und sein Glück finden. Seine Neigungen und Vorstellungen
seien unanständig.
Donnerstag, 24. Mai 2012
Vergewaltigung und Morde - Kapitalverbrechen
|
Vergewaltigungen und Morde zählen zu den Kapitalverbrechen in zivilisierten Gesellschaften. Die entdeckten Taten stellen nur den kleinen Teil dar. Eine weltweite Statistik ist unmöglich, weil in Ländern wie Indien oder den islamischen Gesellschaften ein Mord nicht gleich ein Mord, eine Vergewaltigung im Sinne der Uno-Menschrechtskonvention keine Gewalt ist, sondern u.a. vom Koran als Recht des Mannes oder erlaubte Strafe festgelegt wird. In vielen Ländern der 3. Welt gelten jahrtausend alte Traditionen. In manchen Traditionen gelten die Tötung eines durch eine Vergewaltigung gezeugten Kindes als „Ehren-Wiederherstellung“ (Pakistan, Afghanistan, Iran, der Türkei sowie den meisten islamisch-arabischen Länder). Selbst in Teilen Europas (Balkan) wurden während der Kriege schwangere Frauen, da Vergewaltigungsopfer, oft getötet.
Vergewaltigung und Kindesmissbrauch
In Deutschland werden mehr als 1.250 Fälle von Kindesmisshandlungen im Jahr bekannt, darunter sexueller Missbrauch. In islamischen Familien werden Jungens sexuell missbraucht, weil es kaum möglich ist, mit Frauen Sex zu haben, um diese nicht zu entehren. In Afghanistan halten sich die War-Lords Knaben als Sexsklaven (Der Stern). Der Begriff der Sklavin ist im Koran auch im Bezug auf Sex festgehalten, wenngleich dort explizit Frauen gemeint sind. Offiziell werden homophile Aktivitäten bis hin zur Hinrichtungen geahndet (Der Spiegel, Amnesty International, Tagesschau). So soll laut einer Studie einer türkisch-stämmigen Soziologin statistisch betrachtet jeder türkische Junge zwischen 12 und 14 Jahren in Deutschland mindestens einmal sexuell von zumeist Verwandten sexuell missbraucht worden sein. Auch hieraus resultierten spätere Verhaltensweisen, die gerade bei türkischen Jugendliche auffallend gewaltsam sind.
Südafrika Weltspitze
Nach der Aufhebung der Apartheid in Südafrika stieg die dortige Kriminalitätsrate stark an. Man geht von 52 Morden aus, ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer. Auf dem Gebiet der Vergewaltigung wurden 2007 36.000 angezeigt, Menschenrechtsorganisationen gehen von ca. 200.000 Vergewaltigungen aus. Eine Studie ergab, dass über 27 Prozent aller Männer angaben, mindestens eine Frau oder ein Mädchen vergewaltigt zu haben. Knapp 28 Prozent dieser Täter gaben an, auch Männer vergewaltigt zu haben, obwohl sie selbst HIV positiv getestet wurden. Der Spiegel berichtet über eine Vergewaltigung alle 10 Minuten.
Schweden hält Europas Rekord
Die Europäische Union fand für Europa heraus, dass die meisten Vergewaltigungen in Schweden verübt werden. Die dortige Erklärung liegt in der „Feierlust“ im Zusammenhang mit Alkoholkonsum. In Deutschland werden im Jahr 1.000 Vergewaltigungen gemeldet, darin auch die der muslimischen Männer, die sich oftmals auf den Koran beziehen oder dem Aufruf ihrer Imame gefolgt sein wollen, Ungläubige zu schänden. Für deren soziologisches Umfeld existiert keine Statistik.
Vergewaltigung und Mord im Islam
In islamischen - neben den arabischen Ländern u.a. auch die Türkei, Iran, Afghanistan oder Pakistani, wird Vergewaltigung als Mittel des Verhörs oder der Folterung genutzt (Amnesty International im Jahresbericht Menschenrechtsverletzungen, bei der Türkei auch durch die EU-Kommission anlässlich etwaiger Beitrittsverhandlungen, im Iran durch weltweite Pressemeldungen und Reaktionen des dortigen Regimes im Sommer 2009). Anerkannte Statistiken sind nicht vorhanden. Im Koran heißt es (2,224): „Die Weiber sind euer Acker, geht auf euren Acker, wie und wann ihr wollt, weiht aber Allah zuvor euere Seele.“ Somit bleibt der Unterschied zwischen Gewalt und Beischlaf verwischt. In der Sure 81,9 heißt es weiter: „Und wenn man das lebendig begrabene Mädchen befragt... (81,10)....wegen welchen Verbrechens man es getötet hat.“ Hier wird das Opfer bestraft. Sexuelle Vergehen an Kindern bis 10 Jahre können im Koran begründet werden. Sollten sie dann aber zur Hure werden (eine subjektive Deutung der Täter), sei das Kind lebendig zu begraben. „Die Presse“ schreibt, dass „Vergewaltigung im Islam (eine) fundierte Tradition“ hat. Deutlich wurden diese Umstände, nachdem der Gesetzestext zur Vergewaltigung in der Ehe durch Präsident Karsai bekannt wurde.
Mordgründe: Streit und Drogen
Eine Studie in Österreich ergab, dass vier von fünf Morden im Bekanntenkreis geschehen (Bundeskriminalamt). Dennoch findet man die weltweit höchste Rate im Zusammenhang mit Drogen in Mexiko (Morde je 100.000 Einwohner). Im Zeitraum Januar bis August 2009 wurden 2.650 Menschen ermordet, so viele wie im gesamten Jahr 2008 (Regierungserklärung). Auf 100.000 Einwohner der Stadt Cludad Juarez kamen 130 Morde, in Caracas 96 und in New Orleans 95 (Märkische Oderzeitung). Bagdad kommt auf 40 Morde – ohne hunderttausende Attentatsopfer (FBI-Studie).
In Deutschland werden ca. 2.400 Menschen im Jahr getötet. Die zuständigen Behörden gehen bei „mindestens 11.000 Todesfällen davon aus, dass darunter ca. 1.200 unentdeckte Morde waren, die durch falsche Leichenschau unentdeckt blieben (Die Welt). In den rechtsmedizinischen Instituten ist zuwenig Fachpersonal vorhanden (Tagesschau/N24).
Spanien Spitze
Wenngleich Hamburg Hochburg des Drogenhandels ist, so zeigt die Statistik für Tötungsdelikte, dass Hannover die Liste der gefährlichsten Städte in Deutschland anführt, vor Frankfurt, Berlin, Hamburg (Focus). Da viele Morde unentdeckt bleiben, gehen Experten von ca. 5.000 Morden in Deutschland im Jahr aus. Dazu zählen Vergiftungen, ca. 1.000 Tötungsdelikte an älteren Menschen in Pflegeheimen / Krankenhäusern und Kindestötungen nach verheimlichten Schwangerschaften (Die Welt).
Der Balkan gilt als sicherste Region in Europa, was Kriminalität und Morde angeht (Studie der UN). Grund: Die dortigen Gesellschaften haben sehr stark konservativ geprägte Muster.
Spanien nimmt in Europa bei Morden die Spitzenposition bei Morden ein. Der damalige Innenminister Mariano Rajoy macht die illegal ins Land gekommen Marokkaner und Schwarzafrikaner für diesen Umstand verantwortlich. Gedeckt wird diese Meinung von einer aktuellen Statistik, wonach in den südlichen Regionen Spaniens bei Migranten die Kriminalitätsrate bei 40 Prozent liegt (N-TV).
|
Sonntag, 30. Oktober 2011
Sensationelles Indonesien
| Bei Indonesien handelt es um das größte Land der islamischen Welt. Das gilt zum einen für die Einwohnerzahl mit ca. 240 Mio. Menschen, zum anderen auch für die Größe des Landes, das zusammengefasst über 2 Mio. qkm Fläche misst, sechsmal so groß wie Deutschland oder aber groß wie West-Europa. Die Ausdehnung dieses Inselreiches umfasst 1.870 km nord-südlich und 5.100 km west-östlich. Der dortige Islam hat eine sehr weiche Ausprägung. Man kann ihn in seiner Wirkung und in der Handhabung durch die Masse der Bevölkerung mit unserem christlichen Verständnis oder dessen Auswirkungen in unserem Alltag vergleichen. Neben der zu 88 % herrschenden islamischen Religion finden sich hier auch Christen, Buddhisten oder Hindus, die zumeist auf Bali leben. Dieses aus über 3.500 Inseln und mehr als 30 ethnischen Gruppen und über 350 Sprachen bestehende Land umfasst mit seiner Kultur ein kleines Universum und müsste dafür allein schon zum Weltkulturerbe ausgerufen und geschützt werden. Während all meiner Reisen in nun über 80 Länder habe niemals eine so unglaublich freundliche, zuvorkommende, höfliche und liebevolle Bevölkerung kennen gelernt. Das Wesen der dortigen Menschen, die die arabische Interpretation des Islam ablehnen, ist ganz wunderbar und sollte uns im Westen, sollte den USA zum Vorbild dienen, wenn es um Humanismus und soziale Gemeinschaft und respektvolles Miteinander geht. Jakarta, überall eher als Moloch bekannt, ist mit ihren offiziell 9 Mio. Einwohnern, der Großraum Jakarta zählt ca. 23 Mio. Menschen, eine sehr große und unwahrscheinlich beeindruckende Metropole, die in Deutschland ihresgleichen suchen dürfte. Diese Metropole erscheint unglaublich gut organisiert, aufgeräumt und sauber, gemessen an ihrer Größe und nicht zu vergleichen mit den arabischen Metropolen, die ja eher rückständig und sehr verschmutzt wirken. Hier ist jeglicher Luxus ebenso alltäglich und behauptet sich neben einer zum Teil unvorstellbaren Armut, wie auch moderne Architektur sich ganz alltäglich neben kleinen Hütten und Baracken formiert, Zukunft und Vergangenheit, wunderbare Restaurants neben Garküchen, Shopping-Center und sehr ursprüngliche Märkte, Stände und sonstige Verkaufsflächen. Die Stadt ist sehr vielseitig und bietet den Bewohnern und Besuchern faktisch alles an Unterhaltung und Kurzweil, darunter auch ein Open-Air-Museum, in dem alle architektonischen Besonderheiten der gesamten Nation in realer Größe nachgestellt sind und womit die Vielseitigkeit dieses Reiches erst wirklich deutlich wird. Wir hören nur selten über Indonesien, ab und zu von Terrorakten oder bewaffneten Auseinandersetzungen und realisieren nicht, dass diese in einer solchen Entfernung von den Hauptinseln und der Hauptstadt stattfinden, dass selbst die dortige Bevölkerung sie nicht unbedingt selbst erlebt oder erfährt. Eine Reisewarnung nach Indonesien wegen dieser Vorkommnisse würde umgesetzt auf die Dimensionen in Europa heißen, dass man Kopenhagen nicht besuchen dürfe, weil es in Serbien zu Gewalt gekommen ist. Dieses insgesamt recht arme Land, dessen Bruttoinlandsprodukt bei ca. 130 Mrd. Euro liegt, also 1/30 des in Deutschland produzierten, aber ebenso groß ist, wie von vier arabischen Staaten im Norden Afrikas inklusive der Ölförderung zusammen, dieses Land ist auch außerhalb Balis, der weltweit bekannten Urlaubsinsel, eine Sensation und rechtfertigt jede ausgedehnte Reise und auch die Vorstellung, dass in Asien die Zukunft der Menschheit liegen dürfte, Europa ein Museum sein wird, Afrika, entgegen aller Schönrederei, den Sprung in die Neuzeit nicht mehr schaffen kann und der Welt nur noch zur Beruhigung seines Gewissens dienen wird, den sich rasant entwickelnden Asiaten einmal als Ort dient, in dem die Herkunft der Menschheit nach verfolgt und gelehrt wird. |
Samstag, 3. September 2011
Dubai - eines von sieben der Vereinigten Arabischen Emirate
Mal gesehen und schon vergessen
Bei ungenauer Betrachtung erscheint einem das Emirat Dubai weltweit in aller Munde. Dem ist jedoch nicht so. In Deutschland wird viel über dieses Emirat gesprochen. In der internationalen Presse ist es ein Thema in der Wirtschaftswelt, aber natürlich nur eines unter sehr vielen anderen und immer mehr im Zusammenhang mit einer Immobilien-Blase, die sich in den letzten Boom-Jahren des Baus nun dem Ende neigt, ja ein Platzen dieser Blase bevorsteht. Wirtschaftliche Metropole der sieben Emirate Bei Dubai handelt es sich um eines der sieben Emirate der Vereinigten Arabischen Emirate (Staatsgründung 2. Dezember 1971), das weitläufig als Synonym für die gesamte – boomende - Region steht, allerdings eben nur ein Emirat darstellt, es sich faktisch nur um eine sich in der Wüste befindliche Stadt handelt, an den Arabischen Golf grenzend und die wirtschaftliche Metropole der Emirate darstellt, während es sich bei der Hauptstadt der Emirate um Abu Dhabi handelt, dem Verwaltungs- und Regierungssitz, einem weiteren gleichnamigen Emirat. Clans beherrschen uneingeschränkt die Emirate Alle sieben Emirate werden von Prinzen einer weitläufigen Herrscherfamilie geführt, zumeist immer der älteste eines dieser Clans, die damit alle miteinander verwandt sind. Der Regent von Abu Dhabi ist regelmäßig auch der Regierungschef aller Emirate. In dieser traditionell-islamischen Region entscheidet nur und ausschließlich das Geld. Geld hat Dubai weniger wegen seiner Ölvorkommen, sondern wegen seiner aggressiven Erneuerung, mit dem die Bevölkerung bei weitem nicht Schritt gehalten hat – Science Fiction im Mittelalter. Neben Abu Dhabi und Dubai existieren noch weitere fünf Emirate (Sharjah, Ajman, Umm al-Qaiwain, Fujaira, Ras al-Khaima), die aber alle weniger bekannt sind. Die dortige Realität lässt an das traditionelle Leben, Denken und Handeln der Zeit um 1.000 vor Christi unserer Zeitrechnung. In den weit abgelegenen Emiraten erinnern nur noch die vielen und großen Autos an die heutige Zivilisation. Gekaufte, nicht gelebte Zivilisation Der Prinz von Ras al-Khaima empfängt privat in einer Mischung aus Haus und Zelt, in der in großer Runde seine Männerfreunde, seine Diener und die Honoren der Gegend anwesend sind. Man isst gemeinsam, betet, später tanzt der Prinz einen traditionellen Tanz mit Schwert, während ein Lakai auf seinem Instrument ein schnulziges Liebeslied spielt und singend begleitet und der Gast nicht mehr so recht weiß, wie er auf die Aufforderung zum Tanz noch reagieren soll. Nein sagen jedoch ist nicht gestattet. Da wird dann sprachliches Geschick gefragt. Außerhalb der wirtschafts- und der politischen Metropolen bestehen die Emirate aus, was dort eigentlich immer schon gewesen ist – Sand. Dieses Sandvorkommen ist weitaus mehr vorhanden als das schwarze Gold, denn Öl haben die Emirate nicht viel und auch nicht mehr lange. Beiden Metropolen fehlt jegliche Historie und damit Urbanität, jegliches gesellschaftliches Leben, Kunst, Kultur, jegliches Angebot außerhalb der Shopping-Center, die jedoch zahlreich und sehr groß vertreten sind. „Shoppen“ ist häufig die Kompensation aller anderen inhaltlich geprägten Beschäftigungsmöglichkeiten. In der Männergesellschaft der Emirate sieht man faktisch keine islamische Frau und wenn, dann natürlich nur die sie bedeckenden schwarzen Stoffe. Diese Maßnahme soll nicht nur die Frauen davor schützen, ihre Unschuld durch Männerblicke zu verlieren oder gar durch sexuelle Übergriffe, sondern auch dem Mann davor Schützen, dass die sich in der Frau, u.a. in der Haarpracht, verbergende unmoralische Versuchung die ebenso unmoralischen Begierden des Mannes wecken, der gegen diese „teuflische Versuchung“ nicht allein durch Willen widerstehen kann. Vordergründige Modernität, wirtschaftliches Unvermögen Außerhalb dieser Städte begegnet man baulich die letzten Jahrhunderte, weniger Pracht, mehr Einfachheit, die anzutreffende Mentalität ist weitaus älter und wird mit Stolz auf tausende Jahre Tradition zurückgeführt. Die fünf Emirate, von denen kaum einer spricht, befinden sich im Nachholbedarf, können Abu Dhabi und Dubai jedoch nicht folgen. Neben Geldmangel, liegt das an dem Unvermögen von Herrscherfamilien, bei denen das althergebrachte Herrscherprinzip von oben nach unten gilt und durchgesetzt wird, aber keine Phantasie und keine Eigeninitiative der Bevölkerung oder gar Intelligenzen des Landes fördert. Das Schulsystem ist einseitig und zumeist nicht dazu geeignet, ohne ausländischer Hilfe Arbeitskräfte heranzuziehen. Schlechtes Management, Korruption, keine Nachhaltigkeit Zudem wird in den Sippen geheiratet, mit Familienangehörigen gearbeitet und modernes Management ist nicht vorhanden, im krassen Gegensatz zu der Notwendigkeit beim Ausbau der Emirate und des Standes der beiden Vorzeigestädte. Zuletzt werden fast kindliche Träumereien mit Management und Kreativität verwechselt. Es sind keine Angebote zur Bewältigung der Zukunft vorhanden, eher partiell auftretende Ideen und manchmal eben auch Wahnvorstellungen. Ein Millardengrab z.B. stellt das Burj Al Arab dar, dass als weltgrößtes Kasino geplant war, bis klar wurde, dass der Koran Glücksspiel untersagt und es zu einem Hotel umkonstruiert wurde. Experten errechneten, dass man selbst in 100 Jahren des Betriebes keine Rendite erlangen wird. Hinzu kommen viele unseriöse Berater, die nicht nur von der Goldgräberstimmung angezogen werden, sondern insbesondere auch durch die stark ausgeprägte Korruption angezogen werden, die Unseriösität fördert. Es folgen schlechte Bauqualität, geringe Produktivität, keine Nachhaltigkeit für die Zeit nach dem Öl. Dubai ist groß und teuer, aber im Verhältnis nur ein Stadtteil Pekings. Dazu geht in wenigen Jahren das Öl aus. Dann bleiben zwar die in der Wüste begrünten Golfplätze, hoffentlich auch noch die Funktionsfähigkeit der Bewässerungsanlagen. |
Mittwoch, 24. August 2011
Europas Festung in Afrika - Ceuta und Melilla
Auf der afrikanischen Seite des Mittelmeeres und am Rande des Königreichs Marokko befindet sich neben Melilla die letzte Festung Europas in Afrika, die in den letzten Monaten durch jene Menschen aus Schwarz-Afrika Berühmtheit erlangte, die hier Zuflucht suchten, um nach Europa zu kommen, eine Art Rettungsring, um dem wirtschaftlichen Untergang zuhause zu entgehen. Diese Halbinsel und tatsächliche Festung Ceuta misst 18,5 qkm, wurde 319 v. Chr. den Griechen von den
Karthagern abgenommen, anschließend folgten die Römer, die Vandalen, das Byzantinische Reich als Rechtsnachfolger des römischen, 616 die Westgoten und 709 die Araber. Von hieraus zogen sie auf die spanische Halbinsel. 1415 eroberte Portugal die Stadt, 1668 wurde sie an Spanien abgetreten.
Heute leben hier in einer Art architektonischer und landschaftlicher Puppenstube 75.000 Menschen, und es wird nicht ganz klar, wovon sie leben und wer diesen Teil Europas finanziert.
Während ganz eindeutig von marokkanischer Seite aus zwar strenge, aber je nach Verhandlung auch durchlässige Kontrolle stattfinden, denn dafür ist in Marokko die Polizei und der Zoll bekannt, alles ist eine Frage des Preises, wenden sich die spanischen Grenzbeamten demonstrativ ab. Wer also die Marokkaner überwindet, hat es dann auch geschafft. So blüht der Autoimport an den hohen Steuern vorbei und hunderte von marokkanischen Wegelagerern bieten ihre Hilfe gegen Bares an, um den Weg an den teilweise sehr abweisenden und unhöflichen Zöllnern und Grenzpolizisten zu weisen. In Marokko, das stark von ausländischen Investitionen und Besuchern abhängig ist, hat es sich noch nicht herum gesprochen, Ausländer als Partner zu verstehen. Ein Tourist gilt als auszubeutendes Objekt. Im schlechtesten Fall sieht man ihn sowieso nicht wieder. Rücksicht wird nicht genommen.
Da stellt sich dann dem Beobachter die Frage, ob es wirklich sein kann, dass die Flüchtlinge, ohne dass die Beamten vor Ort eingeweiht sind, selbständig in die Burg Europa flüchten?
Karthagern abgenommen, anschließend folgten die Römer, die Vandalen, das Byzantinische Reich als Rechtsnachfolger des römischen, 616 die Westgoten und 709 die Araber. Von hieraus zogen sie auf die spanische Halbinsel. 1415 eroberte Portugal die Stadt, 1668 wurde sie an Spanien abgetreten.
Heute leben hier in einer Art architektonischer und landschaftlicher Puppenstube 75.000 Menschen, und es wird nicht ganz klar, wovon sie leben und wer diesen Teil Europas finanziert.
Während ganz eindeutig von marokkanischer Seite aus zwar strenge, aber je nach Verhandlung auch durchlässige Kontrolle stattfinden, denn dafür ist in Marokko die Polizei und der Zoll bekannt, alles ist eine Frage des Preises, wenden sich die spanischen Grenzbeamten demonstrativ ab. Wer also die Marokkaner überwindet, hat es dann auch geschafft. So blüht der Autoimport an den hohen Steuern vorbei und hunderte von marokkanischen Wegelagerern bieten ihre Hilfe gegen Bares an, um den Weg an den teilweise sehr abweisenden und unhöflichen Zöllnern und Grenzpolizisten zu weisen. In Marokko, das stark von ausländischen Investitionen und Besuchern abhängig ist, hat es sich noch nicht herum gesprochen, Ausländer als Partner zu verstehen. Ein Tourist gilt als auszubeutendes Objekt. Im schlechtesten Fall sieht man ihn sowieso nicht wieder. Rücksicht wird nicht genommen.
Da stellt sich dann dem Beobachter die Frage, ob es wirklich sein kann, dass die Flüchtlinge, ohne dass die Beamten vor Ort eingeweiht sind, selbständig in die Burg Europa flüchten?
Mittwoch, 3. August 2011
Tunesiens Hauptstadt Tunis
Tor nach Afrika ?
Tunis (unter den Römern Thuni, bei den Arabern Tunes), die Hauptstadt Tunesiens, der ehemaligen römischen Provinz Africa, gehört zu den wenigen arabischen Hauptstädten, die eher keine Reise wert sind und es verwundert, warum diese Stadt dennoch touristisch völlig überlaufen ist. Zur Hauptstadt des Landes wurde Tunis 1160, nachdem es bereits 700 n. Chr. durch die Araber erobert wurde. Tunis wurde im 9. Jahrhundert vor Chr. von den Phöniziern gegründet, die sich als Seefahrer u.a. hier niedergelassen hatten. Ganz in der Nähe entstand bekanntlich um 814 v. Chr. Karthago, das Königin Didon aus Tyrus gründete, und das sich heute als Villenvorort von dem immer größer werdenden Tunis vereinnahmen lässt. Eigentlich hatte die Stadt, in der heute mit über 3 Mio Einwohnern immerhin 30 % aller Tunesier leben, keine wirkliche Hochzeit oder kulturelle und wissenschaftliche Errungenschaften hervorgebracht, die für die Menschheitsgeschichte von Belang gewesen wären. Es sind faktisch keine Sehenswürdigkeiten historischer oder architektonischer Art vorhanden, nimmt man die St. Georg Kathedrale der griechisch orthodoxen Kirche aus dem 19. Jahrhundert oder das Stadttheater im Jugendstil einmal aus, die die einzigen Gebäude an der die Innenstadt durchziehenden Hauptstraße Avenue Habib Bourguiba, eine Art Kopie des Champs Elyseé, sind, die man als herausragend, schön oder interessant bezeichnen könnte und an deren einem Ende das Bab el-Bahar, das Meerestor, an einem anderen Ende die Porte de France einem den Zugang in die endlos wirkenden Souks der Medina (Altstadt) gewährt. Denn in der französischen Gründlichkeit wurde Tunis während der Besatzung nicht nur entsprechend geprägt, es wurden auch gleich die Altstadtmauer und einige Nebenbauten abgerissen. Man ließ nur einige Tore stehen, eben auch diese. Tatsächlich ist die Medina und sind die Souks unglaublich weit verzweigt und vielleicht auch eine der Erklärungen dafür, warum soviele Touristen die Stadt besuchen. Zwar sind die Basare in Marrakesch größer und schöner, die Sakralbauten in Kairo unvorstellbar großartig und das Leben in Damaskus bei weitem orientalischer, doch für viele Franzosen, Spanier und Italiener liegt der Reiz dieser Stadt wohl an der starken europäischen Prägung mit den anscheinend nicht zu dominanten arabischen Sitten und Gebräuchen und weniger Kunst, Kultur und Historie, die man hier ja auch nicht im Übermaß findet. Dennoch führen alle Wege der verschlungenen Souks zum Zentrum, dem Mittelpunkt der Medina, zur ab 732 erbauten Djamma ez-Zitouna, der Ölbaummoschee, die gegen ein Eintrittsgeld selbstverständlich auch von Ungläubigen und auch Frauen, im Islam bekanntlich eine niedere Kaste, betreten werden dürfen. Die Moschee hat ohnehin drei Eingänge für Gläubige, darunter auch die für Frauen oder einen Eingang für Kinder, also einem Baudenkmal, das heute noch in seiner ursprünglichen Art genutzt wird, nämlich als theologische Hochschule mit einer der größten Bibliotheken islamischen Schrifttums. Kurz vor dem Haupteingang zur Moschee findet sich ein Waschhaus. Zu den fünf Säulen des Islam gehört auch, dass sich der Gläubige jeweils vor den täglichen Gebeten einer Waschung zu unterziehen hat, was dann in einem dieser Häuser geschieht. Nicht unerwähnt bleiben soll das im Westen der Stadt liegende Bardo-Museum, ein Palast in dem Fundstücke aus der Zeit der Punier und der Römer zu finden sind, darunter die wunderbar erhaltenen Mosaike "Die Irrfahrten des Odysseus" und "Vergil zwischen zwei Musen". Und trotz der heutigen Tristheit gelangte die Stadt zwischen 1229 und 1574 zu Wohlstand, und bekanntlich weckt Wohlstand auch Begehrlichkeiten. So eroberte Karl V. Tunis 1335 für Spanien, 1574 Sinan Pascha für das Osmanische Reich, bevor 1881 ganz Tunesien französisches Protektorat wurde. Der europäische Einfluss war schon damals sehr gross, und so wurde Tunis auch immer als das europäische Tor zum Orient gewertet. Von alledem ist heute nicht mehr viel übrig. Wie fast alles in Tunesien verfällt auch die Hauptstadt. Wenige Bauten aus der Kolonialzeit erinnern an schönere Tage, insbesondere an schönere Ansichten. Die meisten Neubauten der arabischen Herrschaft seit der Unabhängigkeit 1956 beginnen mit dem Verfall schon kurz nach der Fertigstellung. Ohnehin ist Tunis eine unglaublich runtergekommene Stadt, was in der arabischen Welt nur von wenigen anderen Großstädten wie zum Beispiel Kairo überboten wird. Während sich einige Hundert Müllmänner um die Reinigung der Straßen mühen, werfen täglich Millionen von Menschen was immer sie in den Händen halten einfach in die Gegend. Es besteht ein totales Desinteresse an der Umwelt, an Sauberkeit, Schönheit, Ästhetik und damit verbunden auch kein Interesse an einem Sozialgefüge, geschweige denn ein solches Verhalten. Das System im Alltag lautet: Jeder gegen jeden. Da spielt der so genannte arabische Stolz keine Rolle, die Religion nicht und auch nicht eine etwaige kulturelle Hinterlassenschaft, es gilt nur, um jeden Preis an Geld heranzukommen, einen Touristen zu heiraten, ins Ausland mitgenommen zu werden, Prostitution für jeden Preis, nach unten gibt es da kaum Grenzen. Alles, was mit Würde zu tun hat, scheint verpönt. Der durchschnittliche Einwohner der riesigen Stadt verdient, soweit er überhaupt Arbeit findet, etwa 150 Dinar im Monat und muss dafür sechs Tage und üblicherweise 10 Stunden am Tag arbeiten. Das Problem dabei ist, dass die Lebenshaltungskosten in Tunis in etwa denen in einer mitteleuropäischen Stadt entsprechen. Dementsprechend leben die meisten jungen Menschen noch zuhause, versuchen sich mit einem Zweitjob, mit dem Kennenlernen eines Touristen oder eines reichen Arabers vom Golf. So sehr die Tunesier die reichen Volksbrüder auch verachten, so sehr würden sich viele selbstverständlich für ein besseres Leben an einen solchen Mann verkaufen und selbst als aufgeklärte und moderne Frau zukünftig Schleier tragen. Geld ist alles in Tunis, die Oper ist nichts und fast immer geschlossen, während man täglich, auch an den Feiertagen shoppen kann, die Lieblingsbeschäftigung der jungen Menschen in diesem sehr armen Land. Kleidung, hier insbesondere Schuhe, ist die große Leidenschaft, für die auch schon mal gehungert wird. Doch auch wenn jemand die Chance hat, eine Ausbildung zu machen oder einen Job zu bekommen, findet fast niemals wirkliches Engagement statt. Die Restaurants sind, wie in vielen arabischen Ländern, schmutzig bis versifft. Selbst die 5-Sterne-Hotels bieten elende Tische und Speisesäle, schmuddelige Badezimmer und, denn da beginnt der berühmte arabische Männer-Stolz, keinen Service. In Luxus-Hotels findet faktisch kein Service statt. Dennoch gelten die internationalen Preise, keine Leistung für viel Geld in einem primitiven, unterentwickelten Land, das zwischen der Vergangenheit und der verpassten Zukunft vor sich hin vegetiert, dessen Präsident auf Lebenszeit alles beherrschte und sich Residenzen und Moscheen von unglaublichem Aufwand leistet, dessen Oberschicht in der Welt herumreisen kann, dessen Bevölkerung sich zum Teil prostituiert und wo man nur weiterkommt oder befördert wird, wenn man einen anderen denunziert. In Tunesien kennt man das Anlernen, nicht jedoch die Ausbildung, wie sie z.B. in Deutschland üblich ist. Dementsprechend ist faktisch niemand wirklich ausgebildet, jeder kennt nur die halbe Wahrheit und vermittelt zumeist das Fehlerhafte weiter. Ohnehin sind die in Tunis lebenden Menschen unglaublich schlecht informiert. Kaum einer kennt die eigene Stadt, kaum einer Karthago und dessen große Geschichte. Niemandem sind die Umstände um das Attentat auf Djerba wirklich bekannt, viele wissen sogar gar nichts davon, von den Attentaten in Ägypten oder denen in Spanien ganz zu schweigen. Doch wie überall in der Welt hat auch Tunis Vororte, in denen eher die Wohlhabenden, die Ausländer oder Diplomaten und die Herrschenden leben. Dazu gehört in Tunis die Vorstadt Karthago und die vom Stadtkern etwa 19 km entfernte Stadt Sidi Bou Said, deren Altstadt seit 1915 unter Denkmalschutz steht. In Karthago haben die meisten Botschafter ihre Residenzen, auch die Europäische Kommission ist sehr großzügig und standesgemäß vertreten. Der ehemalige Präsident des Landes, Zine El Abedine Ben Ali, der wie üblich in solchen Ländern mit 99,4 % 1999 in seinem Amt bestätigt wurde, es gab auch keine andere Möglichkeit, hat sich auf dem geschichtsträchtigen Boden von Karthago, denn ihm wird es ja bekannt sein, mit einer unglaublich schönen, aufwendigen und sehr großen Moschee, die naturgemäß seinen Namen trägt, verewigt. Seinen letzten Palast hatte der Dispot allerdings in Sidi Bou Said, eine für tunesische Verhältnisse vornehme Vorstadt am Golf von Tunis, in der in den Bars auch Alkohol ausgeschenkt werden darf, Diskotheken vorhanden sind und natürlich auch an die Möglichkeit der Bordellbesuche gedacht wurde. Im 16. Jahrhundert allerdings hatten sich hier die spanischen Flüchtlinge aus Andalusien angesiedelt, weswegen wir auch heute noch auf andalusisch geprägte Bauweise stoßen. Ansonsten war hier nur der Aufenthalt des Malers August Macke von Bedeutung, der im Café Nattes 1914 das Bild "Blick auf eine Moschee" malte. Im krassen Gegensatz dazu befinden sich die normalen Wohnviertel der Stadt oder die Souks der Einheimischen. In den Markstraßen herrscht ein unvorstellbarer Schmutz. Esswaren liegen umher, Fleisch und Früchte, Nahrungsmittel, die bereits zur Nahrung anderer Tiere wird. Am Fischstand legt der Verkäufer seine dreckigen Sandaletten und Füße auf den Tisch, ein anderer Händler rotzt neben den feilgebotenen Waren auf den Boden, manche rülpsen, andere spucken, bohren in der Nase und verschmieren alles auf den Hosen. Der sich aus Urin, altem Fleisch, Müll und Schimmel zusammensetzende bestialische Geruch ist für Fremde fast unerträglich. Selbst Tiere dürften in Mitteleuropa so nicht gehalten werden. Schaut man den Jungen und Mädchen in die teilweise sehr hübschen Gesichter, einer Mischung aus Arabern, Berbern und Kathagern, stellt sich einem automatisch die Frage: "Mit welchem Recht ich, mit welchem Unrecht die?" Gäbe es wirklich ein Leben nach dem Tod, dann wäre die Wiedergeburt in Tunis Slums sicherlich die Hölle. Einer Frau reißen die Einkaufstüten. Alles fällt auf die dreckige Straße. Die Männer schauen zu, keiner hilft, niemals einer Frau, eher einem Esel, der seine Last nicht mehr schleppen kann. Hier herrscht das Gesetz "nimm dem Nächsten und liebe Dich selbst". Wie in fast allen arabischen Ländern gibt es außerhalb der Familie kein Sozialverhalten. Die Menschen sind in ihrer evolutionären Entwicklung noch im Mittelalter. Faktisch ist der Sprung in die Neuzeit nicht gelungen. Stammen die Völker auch aus einer großen Kultur und basiert ihr Dasein auch auf einer großen und bewegten Geschichte, so hat doch darüber hinaus keine Entwicklung mehr stattgefunden. Die Zivilisation - eine angemessene für das 21. Jahrhundert - scheint ausgeblieben. Das ist eine sicherlich dramatische Ansicht, leider aber auch eine ehrliche und richtige. Dennoch haben die Armenviertel, die der Touristen, das Zentrum von Tunis, die vornehmen Vororte und die neuen Satellitenstädte eines gemein. Alle verbindet ein böser, beißender, bestialischer Geruch, der offensichtlich durch die überall in der Stadt, in den wenn überhaupt vorhandenen Abwasserkanälen hochkommenden Kloake, entsteht. Schon am Flughafen beginnt der Gestank, sich in den Nasenflügeln festzusetzen und verlässt einen bis zur Abreise nicht mehr, bei 40 Grad im Schatten, Tag und Nacht, während des Essens, des Spazierengehens, während des Shoppens, einfach nie. Einheimische bezeichnen den Gestank ironisch als das Parfum von Tunis. Obwohl Internet und Satellitenfernsehen vorhanden sind, obwohl endlos viele Leute mit Handys auf den Straßen herumirren, kaum einer informiert oder bildet sich, kaum einer hat wirklich Interesse an einem solchen Aufwand, wenn sich doch alles sofort ändern kann, sollte man einen Ausländer gewinnen können. Wer nach Tunesien reisen will, ohne sich ausschließlich in Hammamet (als Badeort von den Römern genutzte Siedlung, deren Name aus dem Wort Hammam hergeleitet wird) der Sonne und dem Sex hingeben zu wollen, der sollte für Tunis, Karhago und Sidi Bou Said höchstens drei Tage einplanen. Mehr Zeit und Aufenthalt ermüdet nicht nur, sondern wird schnell zur Belastung. |
Impressionen aus Marrakesch
| Es ist halb fünf. Noch ist die Sonne nicht aufgegangen. Der Muezzin ruft zum Gebet. Ein fremdartiger Sprechgesang, an den ich mich in den letzten 13 Monaten gewöhnt habe, weckt mich behutsam. Das erste der fünf täglichen Gebete, die ein gläubiger Moslem zu seinem Herrn betet. Der Muezzin erinnert und ruft auf, von dem Minarett ganz in der Nähe. Leiser hört man die vielen hundert anderen Gebetsrufer von entfernteren Minaretten die Formeln des Koran rufen. Es klingt wie das Rauschen des Meeres, langsam, schäumend, im Sand versickernd, lauter und leiser werdend im Rhythmus, an die Sprechgesänge von Mönchen in Klöstern erinnernd, wie die Gesänge der Mönche in Neuburg, wo ich vor so vielen Jahren für einige Wochen im Benediktinerkloster gelebt hatte und eben solche und ähnliche Gesänge wie das Gurren der Tauben verstand, das mich heute weckt, aber gleichzeitig auch wieder in eine Art Dämmerzustand fallen lässt, in eine Meditation, so wie es von St. Benedikt seinerzeit gewollt gewesen ist. Wir haben die letzten Tage des Jahres 1427 nach Mohammed. Die nur wenig roten Häuser in der roten Stadt wirken um diese Zeit erdig braun. Sterne durchbrechen das tiefe Schwarz des Himmels über Afrika. Ich bin müde, drehe mich zum Fenster, es ist noch Nacht für mich. Ich möchte schlafen, weiterschlafen, und der Muezzin hilft mit seinen Worten, mit seiner Melodie, die mich wieder in meine Träume begleiten. Ausnahmezustand in Marrakesch. Das neue Jahr beginnt, nicht nur für Europa und den Rest der Welt, auch hier in der islamischen Welt, im "Mittelalter“, feiert man den Beginn des neues Jahres, überall in den Seitenstraßen der Neustadt, überall in der Medina, tausende Schafe. Es wird gehandelt und gefeilscht, Größe, Aussehen, Gewicht, ein Schaf für das Fest, ein lebendes Tier, das zuhause geschlachtet wird, zum Neujahrstag. Autos beladen mit Tieren, Kutschen, Fahrräder, Busse, endlose Menschenmassen, alles ist versperrt, überall wird gehupt, keiner kommt weiter, mittelalterliche Gerüche, mittelalterliche Märkte, eine andere Welt, ein Traum offenbar, ich träume oder sind die Autos der Traum, der Wagen, in dem ich mich durch das Gewühl kämpfe, die Motorräder und anderen Fahrzeuge? Bin ich aus eben einem Traum, den wir in Europa träumen und im Schlaf über 630 Jahre zurück gegangen, zuerst mit meinen Gedanken, nun aber auch in Wirklichkeit, zurück in die dritte Königstadt Marokkos, die nach Fez, nach Meknes von jenen Arabern gegründet wurde, die aus Andalusien vertrieben wurden? Mein Freund Talal, der für die Polizei des Innenministeriums arbeitet, ist sichtlich nervös. Es herrscht Anspannung in der Stadt. Der König kommt aus Rabat, begleitet von einem Scheich aus den Emiraten, Neujahr steht bevor und Hussein ist zum Tode verurteilt worden. "Wenn diese Tage nur ruhig vorbeigehen“, sagt er mehr zu sich als zu mir, telefoniert laufend mit seinem Handy, wird von seinen Vorgesetzten angerufen, gibt Auskunft, alles ist normal, es gibt keine Aufregung, Menschen protestieren nicht wie in anderen Ländern der arabischen Welt, obwohl man Hussein auch hier als Held betrachtet und die Mehrheit seinen Tod als falsch empfindet. Wird es Demonstrationen geben? Werden die Menschen auf der Straße das Neujahrsfest zum Anlass nehmen, zu protestieren gegen die Hinrichtung, gegen die Amerikaner, gegen den Westen und eigentlich und tatsächlich gegen die Umstände, in denen sie leben, die bittere Armut, die Arbeits- und Hoffnungslosigkeit ihrer Jugend, deren Traum es ist, in eben diesen Westen zu ziehen, einmal nur Wohlstand zu erfahren, einmal eine Chance zu bekommen, die sie nie wieder loslassen würden, egal was es kostet? "Wir sind ein Land der Dritten Welt, aber bei der Sicherheit sind wir in der Ersten“, klärt mich Talal auf, beruhigt er mich, der ich nicht beunruhigt bin, in einem Land, in dem es faktisch keine Morde gibt, keine Entführungen, keine Überfälle oder Einbrüche, so wie ich es aus Deutschland kenne. Er scheint sich langsam zu beruhigen, von mir angesteckt, obwohl er wissen müsste, dass seine Landsleute nicht wirklich aggressiv sind, dass seine Glaubensbrüder nicht kämpfen mögen, nicht gerne streiten, nicht gewalttätig sind, eher sogar ein bisschen feige? Es gilt, sich auf dieses große Fest vorzubereiten, rechtzeitig zu Hause zu sein, die rituelle Schlachtung vorzunehmen, damit die Frauen das große Mahl bereiten können, an dem die ganze Familie zusammensitzt, nicht über Politik spricht, sondern über den Alltag, das Fernsehprogramm, da-rüber, wer gestorben ist und wer ein Kind bekommen hat, manchmal auch über Wünsche und Träume für das neue Jahr, nicht anders eben als im Rest der Welt. Das Klopfen auf die Motorhaube reißt mich zurück in die Wirklichkeit, in das Jahr 1427. Die Sonne scheint, wie eigentlich fast immer. Der Himmel hat ein underschönes Blau. Behutsam wiegt der Wind die Palmenfächer. Um mich herum zufriedene Gesichter. Kinder spielen auf den Straßen. Männer haben ihre Probleme mit dem Verladen und dem Transport der erworbenen Tiere. Es ist warm. Das schier niemals endende Leben um mich herum befördert mich und meinen Wagen hinaus aus dem Getümmel, auf die Landstraße hinaus, dorthin, wo man immer die Berge sieht, egal wie schnell oder langsam man fährt, den Atlas, der in so vielen Farben lockt, dessen Gipfel mit Schnee bedeckt sind, dessen Weiß sich wunderbar von dem gleichmäßigen Blau des Himmels absetzt. Ausnahmezustand in Marrakesch, weil die Menschen einfach feiern wollen, trotz der Armut, trotz des königlichen Besuches, trotz der Hinrichtung, einfach feiern und an nichts anderes denken wollen als an das familiäre Zusammensein beim Essen und Trinken, und selbst Talal beginnt, sich zu entspannen und lädt mich zu sich und zu seiner Familie nach Hause zum Feiern ein. |
Leptis Magna in Libyen
Das einzig historisch Wertvolle in der Sandkiste der Gaddhafis
| Es ist nicht einfach, über Libyens Geschichte zu schreiben, denn tatsächlich endet eine wirklich interessante Historie des Landes noch weit vor der arabischen Besiedelung, nämlich als die Römer ihre Provinz Africa aufgegeben haben. Interessanterweise sind eben auch nur diese römischen Siedlungen, die nun über 2.000 Jahre nicht nur der Sahara, sondern auch der arabischen Bevölkerung trotzen, noch so gut intakt, dass ein Besuch ein Muss ist, neben einigen Nächten in der Sahara das einzige touristische Muss in Libyen. In Tripolis selbst findet man nur noch wenige wirklich historische Bauten, u.a. den Triumphbogen aus dem 2. Jahrhundert nach Christi und 4 Jahrhunderte vor Mohamed, der zum Gedenken an Kaiser Marc Aurel erbaut wurde. Die osmanische Zeit lässt sich durch einen Uhrturm erinnern, dem als Vorlage alte italienische Kirchtürme dienten, und das 16. Jahrhundert ist durch eine spanische Festung vertreten. Etwa 120 km von der Hauptstadt entfernt liegt der Ort Leptis Magna, eine kleine Stadt, die zu den größten erhaltenen antiken Stätten der ganzen Welt zählt und sehr beeindruckt, den Besucher tatsächlich in das damalige Leben mitnimmt. So existiert neben unzähligen Bauten auch der severische Triumphbogen, die Basilika des hier geborenen römischen Kaisers Septimius Severus, ein Amphitheater und das alte Forum. Diese ehedem bedeutende römische Handelsmetropole für afrikanische Tiere gehört zum Weltkulturerbe, weitere Orte auch. Wenngleich die Italiener auch 1911 mit den Ausgrabungen der antiken Stätten begannen, so sind doch trotz des sehr beeindruckenden und großen Umfanges des Sichtbaren bisher nur ca. 5 Prozent der Stadtfläche wieder ans Tageslicht gebracht worden. Zudem stellen sich Experten auch die Frage, welchen Sinn es haben kann, weiter tätig zu werden, denn die feuchten und salzhaltigen Winde vom Mittelmeer und die im Wechsel dazu heißen und sandigen Winde aus der Sahara zersetzen nach und nach die ausgegrabenen oder rekonstruierten Bauten. 800 vor Christi war Leptis Magna einmal die erste Handelskolonie der Phönizier in Tripolitanien (daher auch Tripolis, der Name der Hauptstadt Libyens). Zuerst herrschte Karthago über die Siedlung und nach der Eroberung durch Numidien dann die Römer um 46 vor Christi. Mit den Römern kam der Wohlstand, denn aus der Siedlung wurde zur Stadt und das bedeutendste Handelszentrum für Tiere aus Afrika. Es waren besonders Elefanten und Löwen, die im römischen Reich und den Arenen im Kampf zur Kurzweil der Römer beizutragen hatten. Die falsche Positionierung der Stadt in der Auseinandersetzung zwischen Ceasar und Pompeius führte nach dem Erfolg Caesars zu hohen Abgaben der bis dahin mit 100.000 Menschen besiedelten Metropole im Norden Afrikas. Erst Kaiser Septimius Severus befreite die Stadt und ihre Bürger von dieser Last, stammte er doch daher. Und dann folgte jene Geschichte, die im Norden Afrikas allen, fast allen Städten und Siedlungen wieder fuhr. Erst kam die Nomadeneinfälle, dann die Vandalen um 455 nach Christi, 647 gaben ihr die Araber den Rest und die Stadt verlor vollends ihre Bedeutung. Also dann noch Tripolis zum Zentrum von Tripolitanien ausgebaut wurde, verließen die Einwohner Leptis Magna nach und nach, Winde und der Wüstensand taten den Rest, bis wieder die Römer in Form der italienischen Kolonialherrn bald 2.000 Jahre später mit den Ausgrabungen ihrer Geschichte begannen. Sehr interessant sind noch die bis auf ca. 12.000 Jahre vor Christi datierten Felszeichnungen im Tadrart-Acacus-Gebirge im südwestlichen Grenzgebiet zu Algerien, oder aber auch die unterirdische Stadt Ghadames mit ihren ca. 7.000 Einwohnern, auch Weltkulturerbe. |
Montag, 11. Juli 2011
Kampf der Kulturen
In der Türkei haben christliche Kirchen nicht die selbe Stellung wie die islamischen Glaubensgemeinschaften, Bauerlaubnisse, wenn sie denn bei der stetig abnehmenden Zahl an Gläubigen überhaupt nötig wären, werden nicht erteilt. Kirchenbesitz wird behandelt wie Firmenbesitz und gegen Land und Gebäude kann vollstreckt werden, wie es gerade passiert ist. Dagegen weist Deutschland die höchste Dichte an Moscheen im christlich geprägten Europa auf, in Hamburg findet man den Hauptsitz der Schiiten für Deutschland, in Köln die sunnitische Zentrale für Europa. Frankreich, mit dem viel höheren Anteil an islamischen Gläubigen hat dagegen sehr viel weniger Moscheen aufzuweisen.
In den meisten arabischen Ländern werden die Christen unterdrückt. Ihre Rechte sind so sehr eingeschränkt, dass es ihnen zum Teil nicht möglich ist, ihren religiösen Lebensvorstellungen in einem wenn auch nur beschränkt öffentlichen Raum nachzukommen. In Tunesien existieren nur noch fünf Kirchengebäude mit staatlicher Genehmigung, und die christliche Minderheit ist faktisch kaum noch zu bemerken. Im Land der Hüter des Islam, Saudi-Arabien, ist jede andere Glaubensrichtung faktisch aus dem öffentlichen Leben verbannt, manche sogar verboten, mittelalterliche Gesetze und Regeln verzichten auf alle Werte, die die Zivilisation mit sich bringt.
Wer nach Marokko ziehen will, muss entweder Geld mitbringen und eine Firma gründen, um eine jährliche Aufenthaltsgenehmigung zu erlangen oder für den immer wieder zu beantragenden Zeitraum von 12 Monaten einen Rentenbescheid als Einkommensnachweis erbringen.
In den USA müssen unglaublich viele Hürden genommen werden, um zum einen dort einzuwandern, arbeiten zu dürfen und womöglich dann noch die Staatsbürgerschaft zu erlangen. Ohnehin wird im Musterland der Menschenrechte, der Demokratie und Gleichbehandlung sehr genau darauf geachtet, wieviel Kapital ein Einwanderer mitbringt oder welche Möglichkeiten er hat, seine Leistung nutzbringend für das Land einzusetzen.
Das ist in Deutschland alles anders. Hier leben Menschen seit dreißig Jahren und sprechen kein Wort deutsch, wollen es auch nicht, genauso wenig wie sie ein Teil der Gemeinschaft werden wollen, leben ganz bewusst in Parallelgesellschaften, lehnen die hiesige Kultur ab, die freiheitliche Demokratie, die Gleichbehandlung von Mann und Frau, die Sitten und Gebräuche. Sie nehmen den Minderheitenschutz in Anspruch, sie gewähren anderen Minderheiten jedoch dieses Recht nicht. Das alles läuft unter dem Deckmantel der sogeannten multikulturellen Gesellschaft. Tatsächlich aber gibt es keine inhaltliche oder kulturelle gegenseitige Befruchtung der verschiedenen Kulturen, eher ein nebeneinander Herleben und manchmal auch ein Gegeneinander. Dass das auf Dauer unserem System schaden muss und auch zu schaden beginnt, kann man täglich in der Presse verfolgen. Dass das dazu führt, dass Einwanderer und Einbürgerungswillige nunmehr einen Standard an Identität mit ihrem Gastland aufbringen müssen, ist eine gesunde Entwicklung.
In den meisten arabischen Ländern werden die Christen unterdrückt. Ihre Rechte sind so sehr eingeschränkt, dass es ihnen zum Teil nicht möglich ist, ihren religiösen Lebensvorstellungen in einem wenn auch nur beschränkt öffentlichen Raum nachzukommen. In Tunesien existieren nur noch fünf Kirchengebäude mit staatlicher Genehmigung, und die christliche Minderheit ist faktisch kaum noch zu bemerken. Im Land der Hüter des Islam, Saudi-Arabien, ist jede andere Glaubensrichtung faktisch aus dem öffentlichen Leben verbannt, manche sogar verboten, mittelalterliche Gesetze und Regeln verzichten auf alle Werte, die die Zivilisation mit sich bringt.
Wer nach Marokko ziehen will, muss entweder Geld mitbringen und eine Firma gründen, um eine jährliche Aufenthaltsgenehmigung zu erlangen oder für den immer wieder zu beantragenden Zeitraum von 12 Monaten einen Rentenbescheid als Einkommensnachweis erbringen.
In den USA müssen unglaublich viele Hürden genommen werden, um zum einen dort einzuwandern, arbeiten zu dürfen und womöglich dann noch die Staatsbürgerschaft zu erlangen. Ohnehin wird im Musterland der Menschenrechte, der Demokratie und Gleichbehandlung sehr genau darauf geachtet, wieviel Kapital ein Einwanderer mitbringt oder welche Möglichkeiten er hat, seine Leistung nutzbringend für das Land einzusetzen.
Das ist in Deutschland alles anders. Hier leben Menschen seit dreißig Jahren und sprechen kein Wort deutsch, wollen es auch nicht, genauso wenig wie sie ein Teil der Gemeinschaft werden wollen, leben ganz bewusst in Parallelgesellschaften, lehnen die hiesige Kultur ab, die freiheitliche Demokratie, die Gleichbehandlung von Mann und Frau, die Sitten und Gebräuche. Sie nehmen den Minderheitenschutz in Anspruch, sie gewähren anderen Minderheiten jedoch dieses Recht nicht. Das alles läuft unter dem Deckmantel der sogeannten multikulturellen Gesellschaft. Tatsächlich aber gibt es keine inhaltliche oder kulturelle gegenseitige Befruchtung der verschiedenen Kulturen, eher ein nebeneinander Herleben und manchmal auch ein Gegeneinander. Dass das auf Dauer unserem System schaden muss und auch zu schaden beginnt, kann man täglich in der Presse verfolgen. Dass das dazu führt, dass Einwanderer und Einbürgerungswillige nunmehr einen Standard an Identität mit ihrem Gastland aufbringen müssen, ist eine gesunde Entwicklung.
Islamische Prägung Nordafrikas und Mittel-Ost
Die ehemalige arabische Hochkultur hat ca. 1.400 Jahre bis tief in den asiatischen Raum, im Norden Afrikas und im südlichen Teil Europas Spaniens geprägt und gestaltet. Eines der schönsten Zeichen dieser Kultur findet sich in Andalusien, wo man die einzige Hochkultur Spaniens entfaltete.
Ägypten, Libyen, Marokko - da werden die Kulturen verwechselt
Ägypten, Libyen, Marokko - da werden die Kulturen verwechselt
Ägyptens arabische Vergangenheit begann mit den Kalifen. Davon zeugen heute die beeindruckenden, teilweise festungsähnlichen Anlagen der islamischen Sakralbauten in Kairo. Die arabische Kultur der arabischen Halbinsel in ihrer heutigen Form entstand mit der ersten Ausbreitung des Islams durch Mohammed selbst. Vorher hat es eine Zusammengehörigkeit und gemeinsame kulturelle Basis der dortigen Nomaden und Viehtreiber nicht gegeben. Marokkos Historie entsprang der andalusischen. Juden, Christen und Muslime zogen aus dem Mittleren Osten nach Spanien, wurden nach und nach von den Katholischen Herrscher zurückgedrängt, zuletzt vertrieben und suchten sich ihr „neues“ Spanien, in Marokko. Viele Begriffe in dem in Marokko gesprochenem arabischen Dialekt, viele Orts- oder Straßenbezeichnungen weisen heute noch darauf hin. Hier finden wir zudem die aus Andalusien bekannte Architektur heute noch, weil Juden und Muslime sich hier ein „neues“ Andalusien aufgebaut haben. Städte wie Fez, Megnes, Marrakesch sind beste Beispiele. Die muslimischen Wohnhäuser sind nach innen gewandt, also ohne Außenfenster, dafür mit einem Licht durchfluteten Innenhof, die jüdischen Häuser sind umgekehrt ausgerichtet.
Dagegen dominieren die Altstädte von Rabat, Casablanca, Essaouira, Tanger oder El Jadida bis heute architektonisch die Kulturen der ehemaligen Kolonialmächte Portugal, Spanien oder Frankreich (Casablanca – Das weiße Haus).
Die Kasbah von Quazazate, an die östliche Sahara grenzend und auf der Seite Algeriens vor dem Atlas Gebirge ist wegen seiner Felsenstadt berühmt. Hier wurden und werden laufend historisch geprägte Filme gedreht, die sich um Themen um die Zeit Christi oder weit davor beziehen. Doch diese Stadt in ihren heutigen Form wurde vor gar nicht so langer Zeit wenngleich auch im traditionellen Stil dieser Gegend der Sahara vor ca. 150 bis 200 Jahren erbaut.
Bei der libyschen Kultur handelt es sich nicht um eine arabische. Libyen und Tunesien (siehe Karthago) waren Teile der römischen Provinz Africa. Vorher lebten dort Beduinen, Nomaden und Berber Stämme, die kein zusammen hängendes Staatswesen kannten. Noch heute zeugen Monumente in Tripolis oder zum Teil hervorragend erhaltene vollständige Siedlungen, Triumphbögen oder Amphitheater in unterschiedlichen Küstenregionen von dieser damaligen Hochkultur der reichen Provinz.
Die arabischen und semitischen Stammländer
Palästina, Syrien, Jordanien, der Libanon, der auch einmal syrisch war und der Irak sind nach aktuellen wissenschaftlichen Kenntnissen der Ursprung der Zivilisation, nicht der Ursprung des menschlichen Entstehens oder Zusammenlebens, das den aktuellen Erkenntnissen nach in Ost-Afrika stattgefunden haben soll. Das alte Assyrien, die Stammländer der Semiten, hatten eine Hochkultur, und deren auch schon aus dem alten Testament zu erkennende Geschichte und Traditionen weisen auf 50.000 Jahre zurück. Die Gegend im Irak zwischen Euphrat und Tigris wird als das Zweistromland bezeichnet. Von dieser Gegend spricht das Alte Testament als Paradies. Hier herrscht heute ein Bürgerkrieg, der allein im Letzten Jahr Schätzungen zufolge ca. 350.000 Menschenleben gekostet hat. Leider sind Kulturgüter der Menschheitsgeschichte in großer Zahl zerstört oder geraubt worden.
Das alles hat mit den heutigen Arabern nichts zu tun, nicht die 6.000 Jahre alte Geschichte der Ägypter, nicht die völlig getrennt zu sehende Historie und Entwicklung des Iran, dessen Menschen im Islam bei der Darstellung von Menschen und Tieren aufgrund des dort blühenden Kunsthandwerkes immer eine Sonderstellung hatten und auch die Provinzen Africa des römischen Reiches nicht.
Noch heute unterscheiden sich die Israelis, Libanesen, Syrer, Iraker und Jordanier von dem Rest der arabischen Welt, zum größten Teil aus einem Stamm entsprungen. Das wird nicht nur in der Historie, sondern heute noch in der Sprache sehr deutlich. Wer einmal in Athen gewesen ist, wird sagen müssen, dass da faktisch nichts vollständig erhalten ist. Doch ist ein Turm in der Altstadt zu finden, der bis zum heutigen Tag vollständig erscheint. Es handelt sich hier um die älteste Sternwarte der Welt, ein Geschenk eines syrischen Kaufmannes an Athen, die damalige Großmacht, die Wiege der Demokratie (wenngleich dort auch keine Volksdemokratie herrschte).
Nicht die Nation, die Religion verbindet im Islam
Araber haben sich mit dem Islam verbreitet. Das Wir-Gefühl war ein wichtiger Bestandteil des „Arabertums“. Dieses Gefühl basiert nicht auf die Zugehörigkeit zu einer Nation, sondern auf die gemeinsame und alle verbindende Religion. So sehen sich die Nubier mit ihren „schwarzen Pharaonen“ als die wirklichen Ägypter, die schwarzafrikanischen Sudanesen nicht als Araber, die Berber in Marokko, Algerien und Tunesien oder die Tuareg weisen es stetig von sich, zum arabischen Volk zu gehören. Allen gemein ist jedoch die akzeptierte Zugehörigkeit zur großen Familie des Islam.
Medi und der Koran
Man kommt durchgehend nicht drum herum, in einer arabisch-islamischen Gesellschaft über eben diese staatlich verordnete Religion zu sprechen, weil einem die Umstände fortlaufend aufgenötigt werden oder man selbst genötigt wird, positiv zu bestätigen, an eben diesen Gott zu glauben.
Heute hatte ich ein Gespräch mit einem 21jährigen Mann, der zum ersten Mal in seinem Leben überhaupt aus der drittgrößten Stadt Marokkos herausgekommen war und nun auch noch auf mich, einer Art menschlich gewordene teuflische Versuchung, gestoßen ist.
Mehdi achtet streng darauf, dass er die Regeln des Ramadans einhält. Diese Regeln sind die, die ihm seine Oma, bei der er lebt, vermittelt hat. Den Koran hat er nie gelesen. Das bisschen, was ihm über den Islam überhaupt bekannt ist, wurde im schulischen Zwangsunterricht gelehrt. Er berichtet, dass er noch nie außerhalb der Schule jemals ein Buch gelesen hat, selbst den Koran nicht und sich auch nicht dafür interessiert. Um seine Zeit rum zu bekommen, chattet er mit Chat-Partnern, surft im Netz, hört Musik oder schaut sich die unvorstellbar einfachen und für arabische Seelen produzierten Liebesfilme der ägyptischen Filmindustrie an.
Eine der Regeln im Ramadan lautet, so Mehdi, dass man von 4 Uhr morgens bis 19 Uhr abends nichts zu sich nimmt. Während dieser Zeit geht es ihm körperlich sehr schlecht. Er hat laufend Kopfschmerzen, schläft über den Tag so lange es nur geht und macht die Nacht zum Tag. Warum fordert der Prophet den Ramadan? Medhi findet darauf keine Antwort. Es ist eben wie es ist. So wurde es ihm beigebracht. Fragen stellen gehört nicht zu den Regeln des Islam, schon gar nicht zu den Charaktereigenarten eines Marokkaners. So Gott will eben.
Warum gehören die meisten islamischen Ländern zur 3. Welt, warum sind es arme Länder? Warum haben hier die Menschen eine so unvorstellbar schlechte Schul- und Ausbildung, warum sind keine sozialen Netzwerke vorhanden? Wie kommt es, dass 250 Millionen Araber in 22 Ländern inklusive der Förderung von Öl zusammen nur auf die Wirtschaftskraft von Spanien kommen? Weswegen kommen keine Erfindungen aus islamischen Ländern? Warum keine Neuerungen, die die Evolution voranbringen? Warum keine Entwicklung wie in den Schwellenländern, die noch vor wenigen Jahrzehnten auch zur 3. Welt gezählt wurden? Warum ist das so in einem islamischen Land, in dem die Gedanken und das Handeln der Menschen angeblich vom Glauben an Allah und dessen Regeln getränkt sind? Warum existiert ein unvorstellbar großer Sexhandel mit Kindern, warum existieren Arbeitssklaven in der islamischen Welt? Und warum helfen die Reichen mehrheitlich dem eigenen Volk nicht durch humane Investitionen? Warum ist man sich immer selbst näher als es einem jeder Glaubensbruder wäre, und warum halten gerade Araber nichts von Arabern, fast immer und fast in allen arabischen Staaten?
Mehdi weiß nicht warum. Will Gott vielleicht die Gläubigen prüfen? Aber warum prüft er in dieser Form nicht auch die vielen Ungläubigen in den westlichen Demokratien?
Will Dein Allah, dass die Frauen eine so untergeordnete Rolle spielen? Will er, dass Du Deine Mutter, Deine Schwester oder Deine Oma den ganzen Tag dazu anhältst, Dich zu bedienen, Dir hinterher zu räumen, Dich zu versorgen? Will Dein Gott, dass die Frau verschleiert, in manchen islamischen Ländern faktisch untertage gehalten wird, selbst ein Esel ein besseres Dasein fristet? Will Dein Gott das?
Und wieder lautet Mehdis Antwort, dass er es nicht weiß, nicht darüber nachdenkt, es zum Nachdenken darüber keinen Grund gäbe. Es ist eben so, wie es ist, so Gott will. Und woher weiß Du nur, dass Gott es so will? “Ich weiß nicht woher.“
Will denn Allah auch, dass sich Moslems in islamischen Ländern gegenseitig töten, wie es tausendfach geschieht, millionenfach seit Jahren im Iran-Irak-Krieg, während des Einmarsches des Irak in Kuwait, zwischen den Palästinensischen Gruppierungen, durch radikal-islamischen Terror hunderttausendfach in Irak, in Afghanistan, Pakistan, im Libanon und Algerien? Und natürlich war mir die Antwort ungesagt klar: “Ich weiß nichts davon, dass Moslems gegen Moslems Krieg führen oder sich töten. Davon habe ich nie gehört.“ Und er hat auch nie davon gehört, dass Moslems Männer vergewaltigen und Frauen in den Gefängnissen und als Foltermethode und zur eigenen Lustbefriedigung, obwohl das alles auch in den hiesigen Zeitungen steht, die aber Mehdi nicht liest. Keine Zeitungen. Keine Magazine. Keine Nachrichten. Keine Sendungen über irgendein Sachthema. “Ich habe kein Interesse an meinem Land.“, sagt er und muss allerdings auch zugeben, dass kein Interesse an anderen Ländern besteht, eigentlich an nichts.
Nach einer gewissen Zeit fragt mich Mehdi, der sich nun schlecht fühlt, wenngleich er auch nicht weiß warum, ob ich denn möchte, dass er aufhört zu beten und nun völlig verunsichert ist, als ich antwortete, vielleicht solltest Du nicht fünfmal am Tag beten, sondern zwanzig Mal. Vielleicht solltest Du keine Zeit mehr haben, die Frauen in Deiner Umgebung derart schlecht zu behandeln, nach Sonnenuntergang Dich dem völlig zügellosen Sex hinzugeben, dem Alkohol, den Zigaretten, dem Lügen und Betrügen und Dich der weiteren Verdummung durch Fernsehen auszusetzen, wenn es denn noch möglich ist.
Mehdi ist ein junger Mann von Millionen ohne Hoffnung auf ein wirklich menschenwürdiges Leben, ohne Hoffnung, jemals zu erfahren, was Zivilisation heißt, was Menschenrechte sind, was Gleichberechtigung bedeutet, Werte, innere Werte, Bildung, Berufung und Beruf, Leben, Erleben, Philosophie, nicht einmal was Religion bedeuten kann, was sie für ihn und seine arabischen Schwestern und Brüder bedeutet, was man aus der Religion für sich und die Gesellschaft herausziehen kann, was allerdings diese Religion als Gesetzesvorlage für eine ganze Rasse und von Wächterräten unmissverständlich durchgepeitscht unter Anwendung der militärischen Kraft der Polizei, des Geheimdienstes und des Militärs, was allerdings diese und derart missverstandene, wenn überhaupt verstandene Religion alles zerstören kann, unbarmherzig, menschen- und lebensverachtend, wider jeglicher sozialen und intellektuellen Errungenschaft domestiziert, peinigt, tötet.
Mehdi und ich gehen meine hier zu Papier gebrachten Gedanken durch, während ich auf eine Reaktion warte, sagt er abschließend, dass der Buchstabe h in seinem Namen Mehdi noch vor dem d steht, nicht dahinter.
Heute hatte ich ein Gespräch mit einem 21jährigen Mann, der zum ersten Mal in seinem Leben überhaupt aus der drittgrößten Stadt Marokkos herausgekommen war und nun auch noch auf mich, einer Art menschlich gewordene teuflische Versuchung, gestoßen ist.
Mehdi achtet streng darauf, dass er die Regeln des Ramadans einhält. Diese Regeln sind die, die ihm seine Oma, bei der er lebt, vermittelt hat. Den Koran hat er nie gelesen. Das bisschen, was ihm über den Islam überhaupt bekannt ist, wurde im schulischen Zwangsunterricht gelehrt. Er berichtet, dass er noch nie außerhalb der Schule jemals ein Buch gelesen hat, selbst den Koran nicht und sich auch nicht dafür interessiert. Um seine Zeit rum zu bekommen, chattet er mit Chat-Partnern, surft im Netz, hört Musik oder schaut sich die unvorstellbar einfachen und für arabische Seelen produzierten Liebesfilme der ägyptischen Filmindustrie an.
Eine der Regeln im Ramadan lautet, so Mehdi, dass man von 4 Uhr morgens bis 19 Uhr abends nichts zu sich nimmt. Während dieser Zeit geht es ihm körperlich sehr schlecht. Er hat laufend Kopfschmerzen, schläft über den Tag so lange es nur geht und macht die Nacht zum Tag. Warum fordert der Prophet den Ramadan? Medhi findet darauf keine Antwort. Es ist eben wie es ist. So wurde es ihm beigebracht. Fragen stellen gehört nicht zu den Regeln des Islam, schon gar nicht zu den Charaktereigenarten eines Marokkaners. So Gott will eben.
Warum gehören die meisten islamischen Ländern zur 3. Welt, warum sind es arme Länder? Warum haben hier die Menschen eine so unvorstellbar schlechte Schul- und Ausbildung, warum sind keine sozialen Netzwerke vorhanden? Wie kommt es, dass 250 Millionen Araber in 22 Ländern inklusive der Förderung von Öl zusammen nur auf die Wirtschaftskraft von Spanien kommen? Weswegen kommen keine Erfindungen aus islamischen Ländern? Warum keine Neuerungen, die die Evolution voranbringen? Warum keine Entwicklung wie in den Schwellenländern, die noch vor wenigen Jahrzehnten auch zur 3. Welt gezählt wurden? Warum ist das so in einem islamischen Land, in dem die Gedanken und das Handeln der Menschen angeblich vom Glauben an Allah und dessen Regeln getränkt sind? Warum existiert ein unvorstellbar großer Sexhandel mit Kindern, warum existieren Arbeitssklaven in der islamischen Welt? Und warum helfen die Reichen mehrheitlich dem eigenen Volk nicht durch humane Investitionen? Warum ist man sich immer selbst näher als es einem jeder Glaubensbruder wäre, und warum halten gerade Araber nichts von Arabern, fast immer und fast in allen arabischen Staaten?
Mehdi weiß nicht warum. Will Gott vielleicht die Gläubigen prüfen? Aber warum prüft er in dieser Form nicht auch die vielen Ungläubigen in den westlichen Demokratien?
Will Dein Allah, dass die Frauen eine so untergeordnete Rolle spielen? Will er, dass Du Deine Mutter, Deine Schwester oder Deine Oma den ganzen Tag dazu anhältst, Dich zu bedienen, Dir hinterher zu räumen, Dich zu versorgen? Will Dein Gott, dass die Frau verschleiert, in manchen islamischen Ländern faktisch untertage gehalten wird, selbst ein Esel ein besseres Dasein fristet? Will Dein Gott das?
Und wieder lautet Mehdis Antwort, dass er es nicht weiß, nicht darüber nachdenkt, es zum Nachdenken darüber keinen Grund gäbe. Es ist eben so, wie es ist, so Gott will. Und woher weiß Du nur, dass Gott es so will? “Ich weiß nicht woher.“
Will denn Allah auch, dass sich Moslems in islamischen Ländern gegenseitig töten, wie es tausendfach geschieht, millionenfach seit Jahren im Iran-Irak-Krieg, während des Einmarsches des Irak in Kuwait, zwischen den Palästinensischen Gruppierungen, durch radikal-islamischen Terror hunderttausendfach in Irak, in Afghanistan, Pakistan, im Libanon und Algerien? Und natürlich war mir die Antwort ungesagt klar: “Ich weiß nichts davon, dass Moslems gegen Moslems Krieg führen oder sich töten. Davon habe ich nie gehört.“ Und er hat auch nie davon gehört, dass Moslems Männer vergewaltigen und Frauen in den Gefängnissen und als Foltermethode und zur eigenen Lustbefriedigung, obwohl das alles auch in den hiesigen Zeitungen steht, die aber Mehdi nicht liest. Keine Zeitungen. Keine Magazine. Keine Nachrichten. Keine Sendungen über irgendein Sachthema. “Ich habe kein Interesse an meinem Land.“, sagt er und muss allerdings auch zugeben, dass kein Interesse an anderen Ländern besteht, eigentlich an nichts.
Nach einer gewissen Zeit fragt mich Mehdi, der sich nun schlecht fühlt, wenngleich er auch nicht weiß warum, ob ich denn möchte, dass er aufhört zu beten und nun völlig verunsichert ist, als ich antwortete, vielleicht solltest Du nicht fünfmal am Tag beten, sondern zwanzig Mal. Vielleicht solltest Du keine Zeit mehr haben, die Frauen in Deiner Umgebung derart schlecht zu behandeln, nach Sonnenuntergang Dich dem völlig zügellosen Sex hinzugeben, dem Alkohol, den Zigaretten, dem Lügen und Betrügen und Dich der weiteren Verdummung durch Fernsehen auszusetzen, wenn es denn noch möglich ist.
Mehdi ist ein junger Mann von Millionen ohne Hoffnung auf ein wirklich menschenwürdiges Leben, ohne Hoffnung, jemals zu erfahren, was Zivilisation heißt, was Menschenrechte sind, was Gleichberechtigung bedeutet, Werte, innere Werte, Bildung, Berufung und Beruf, Leben, Erleben, Philosophie, nicht einmal was Religion bedeuten kann, was sie für ihn und seine arabischen Schwestern und Brüder bedeutet, was man aus der Religion für sich und die Gesellschaft herausziehen kann, was allerdings diese Religion als Gesetzesvorlage für eine ganze Rasse und von Wächterräten unmissverständlich durchgepeitscht unter Anwendung der militärischen Kraft der Polizei, des Geheimdienstes und des Militärs, was allerdings diese und derart missverstandene, wenn überhaupt verstandene Religion alles zerstören kann, unbarmherzig, menschen- und lebensverachtend, wider jeglicher sozialen und intellektuellen Errungenschaft domestiziert, peinigt, tötet.
Mehdi und ich gehen meine hier zu Papier gebrachten Gedanken durch, während ich auf eine Reaktion warte, sagt er abschließend, dass der Buchstabe h in seinem Namen Mehdi noch vor dem d steht, nicht dahinter.
Abonnieren
Posts (Atom)